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01.03.2022

Unternehmen der Scheer Gruppe gewinnen Gaia-X Förderwettbewerb des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Die Bundesnetzagentur hat die Gewinner des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ausgerichteten Gaia-X-Förderwettbewerbs bekannt gegeben. Unternehmen der Scheer Gruppe und das August-Wilhelm Scheer Institut gehören zu den Wettbewerbsgewinnern.

Gaia-X ist ein europäisches Projekt zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen, sicheren und vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur für Europa. Beteiligt sind Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Sie verfolgen das Ziel, Anwendungen zu entwickeln und verfügbar zu machen, die die Chancen moderner Cloudtechnologie nutzen und dabei die Datensouveränität aller Anwender sicherstellen.

Im Rahmen des Gaia-X Förderwettbewerbs fördert das BMWK innovative Datenökosysteme, die auf der Gaia-X-Architektur basieren. Angestrebt wird die Entwicklung von Anwendungsbeispielen, sogenannten Use Cases, die den Bedarf sowie den technologischen und ökonomischen Nutzen von Gaia-X verdeutlichen. Aus über 130 eingereichten Projektskizzen wurden elf Vorhaben zur Förderung bis 2024 ausgewählt.

Bereits im Sommer letzten Jahres erhielten die imc AG, inspirient GmbH und das August-Wilhelm Scheer Institut die Zuschläge für drei Gaia-X Leuchtturmvorhaben: MERLOT, POSSIBLE und RESCUE. Mit der Verkündung der Wettbewerbsgewinner am 28.02.2022 freuen sich die Scheer Unternehmen dem Ziel einer souveränen europäischen Daten-Cloud ein weiteres Stück näherzukommen.

„Wir freuen uns mit gleich mehreren Unternehmen der Scheer Holding den Aufbau einer vernetzten, offenen Dateninfrastruktur und so den digitalen Wandel in Europa unterstützen zu dürfen. Mit der gewonnen Förderung können wir unsere Vorhaben jetzt gemeinsam mit starken Partnern konkret in die Tat umsetzen und digitale Souveränität sowie Innovation vorantreiben.“

-Dr. Sabine Wilfling, Senior Advisory Government Relations, Scheer GmbH

V.l.n.r.: Christian Wachter (Vorstandsvorsitzender, imc AG), Dr. Sabine Wilfling (Senior Advisory Government Relations, Scheer GmbH) und Dr. Dirk Werth (Geschäftsführer und wissenschaftlicher Gründungsdirektor, August-Wilhelm-Scheer-Instituts für digitale Produkte und Prozesse)
 

Die Vorhaben MERLOT und POSSIBLE im Überblick

MERLOT (MarkEtplace foR LifelOng educaTional dataspaces and smart service provisioning):

MERLOT fokussiert sich auf die sichere und verantwortungsvolle Bereitstellung und Nutzung persönlicher Daten im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Bildung. MERLOT soll die individuelle Bildungs- und Kompetenzentwicklung von Lernenden unterstützen und Bildungsgerechtigkeit fördern.

Ziel des MERLOT Projektes ist die Schaffung von besonders geschützten Bildungsdatenräumen innerhalb des Gaia-X Ökosystems, in denen die Verarbeitung persönlicher Daten durch zertifizierte Dienste ermöglicht wird und die selbstsouveräne Datensteuerung durch die Lernenden gewährleistet ist. Darüber hinaus soll MERLOT insbesondere Bildungsträgern und öffentlichen Bildungseinrichtungen die Möglichkeit bieten unter diesen verschiedenen zertifizierten Diensten und Anbietern, die für sie jeweils am besten geeigneten auszuwählen und einzusetzen.

Die Konsortialführung des Projekts MERLOT hat die imc AG aus Saarbrücken. Weitere Konsortialpartner sind das August-Wilhelm Scheer Institut, Edu-sense gGmbH, Hochschule Karlsruhe, Hasso-Plattner-Institut, Dataport AöR, International Dataspaces e.V., IONOS SE, IServ GmbH, Schülerkarriere GmbH und die Technische Universität Kaiserslautern.
 

POSSIBLE (Phoenix open software stack for interoperable engagement in dataspaces):

Mit dem Projekt POSSIBLE entwickelt das Konsortium eine innovative und nutzerfreundliche Cloud-Lösung, um verschiedenste Datenräume leicht für Anwender zu erschließen und ihnen einen souveränen sowie selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten zu ermöglichen – innerhalb einzelner Sektoren und über Sektorengrenzen hinweg. POSSIBLE ermöglicht Bürgern einen Gaia-X konformen, sicheren Zugang auf alle mit ihrer Identität verbundenen Datenräume über ein Interface – die Anzahl der Datenräume kann stets der jeweiligen Lebenslage angepasst werden. Im Projekt wird dies exemplarisch für Bildung, Unternehmen (mit Fokus auf KMU) und Verwaltung umgesetzt. Je nach Datenraum können einzelne POSSIBLE-Module (PIM, Kommunikation, Storage, Office, IDM) adaptiert werden. Durch diese Kombination wird die Idee des innovativen Datenökosystems erlebbar gemacht. Durch das Gaia-X konform föderierte IDM werden Daten und Dienste getrennt und für den Anwender kollaborativ, digital, einfach und sicher nutzbar gemacht.

Konsortialführer für POSSIBLE ist die Bechtle AG. Konsortialpartner sind das August-Wilhelm Scheer Institut gGmbH, Dataport AöR, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., imc AG, Univention GmbH sowie 1&1 IONOS SE.