ERP-Lösungen von SAP:
Mit einem digitalen Kern sind Unternehmen agiler, schneller und erfolgreicher

Die Abkürzung ERP steht für Enterprise Resource Planning. Generell meint der Begriff die Planung, wann und wie ein Unternehmen seine wichtigsten (oder alle) Ressourcen für den weiteren Geschäftserfolg einsetzt. Im Speziellen bezeichnet man mit dem Begriff ERP aber die Software, die das Unternehmen für die Planung und Steuerung der Prozesse verwendet. Das ERP-System von SAP bildet die Kernprozesse eines Unternehmens ab: Finanzen und Rechnungslegung, Personalwesen, Produktion/Fertigung, Beschaffung und Logistik. Bei Bedarf können weitere Bereiche in die ERP-Software von SAP integriert werden, sodass alle Prozesse in einem System abgebildet werden.
Klassische ERP-Lösungen können die komplexe Struktur eines Unternehmens bis in die kleinste Verästelung abbilden. Sie setzen aber auch ein hohes Maß an Einarbeitung voraus und verwenden häufig Oberflächen, die auf den ersten Blick unübersichtlich wirken. Moderne ERP-Systeme wie SAP S/4HANA gehen einen entscheidenden Schritt weiter: Dank nutzerfreundlicher Oberflächen wie SAP FIORI  haben Anwender einen schnellen und direkten Zugang zu den für sie wichtigen Informationen. Und mithilfe neuester Technologien wie Maschinelles Lernen, In-Memory-Computing und mobile Architekturen bleiben Unternehmen trotz aller Komplexität handlungsfähig.

Was ist ERP?

SAP ist weit mehr als nur ein ERP-System. Der weltweit tätige Konzern mit Sitz in Walldorf bietet eine ganze Palette an Softwarelösungen für Unternehmen an, zum Beispiel SAP Business One für kleine und mittelständische Unternehmen oder die SAP Cloud Platform. Aber ERP von SAP ist wohl die bekannteste und am häufigsten verwendete Business-Anwendung des Softwarekonzerns. Die erste Version für Unternehmen (R/3 Enterprise Edition) kam 1993 auf den Markt und war tatsächlich so erfolgreich, dass der Name des Unternehmens (SAP) zeitweise synonym für das bekannteste Produkt (SAP ERP) stand.

Die aktuelle Version (SAP ERP 6.0) wurde 2005 veröffentlicht, das letzte große Upgrade stammt aus dem Jahr 2016. Mit dem aktuellen „Enhancement Package 8“ (EHP 8) stellte SAP bereits die Weichen für die Transformation seiner ERP-Systeme hin zur intelligenten Next-Generation-Plattform S/4HANA. Für SAP-Kunden, die eines der klassischen ERP-Systeme verwenden, ist das Jahr 2025 entscheidend. Dann endet der Support für die früheren Systeme. Das heißt: Ab 2025 unterstützt SAP nur noch ERP-Lösungen, die mit SAP S/4HANA verbunden sind. Sicherheitsupdates und neue Funktionen werden dann für frühere ERP-Systeme nicht mehr ausgerollt.

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Wie funktionieren SAP ERP-Systeme?

Die ERP-Software von SAP besteht aus einer oder mehreren Anwendungen, die eine gemeinsame Datenbank nutzen. Die Anwendungen sind auf spezifische Geschäftsbereiche zugeschnitten und werden von SAP mit dem Begriff „ERP-Module“ bezeichnet. Lösungen für konkrete Aufgabenfelder werden dagegen „Komponenten“ genannt. Die Module funktionieren nicht voneinander unabhängig (wie Bausteine), sondern sind untereinander eng verzahnt. Dies ermöglicht es Unternehmen, wichtige Bereiche wie Rechnungs- und Personalwesen bzw. Logistik über ein einheitliches ERP-System zu steuern – und bei Bedarf weitere Bestandteile einfach dem bestehenden System hinzuzufügen.

SAP ERP Financials

Die Module zum Rechnungswesen umfassen zum Beispiel das Finanzwesen (mit Komponenten zu Haupt-, Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, Anlagen- und Bankbuchhaltung, Reisemanagement, …), die Kostenrechnung (Gemein- und Produktkostenrechnung, Ergebnis- und Marktsegmentrechnung, …), Finanz-, Immobilien- und Investitionsmanagement oder das Unternehmenscontrolling.

SAP ERP Logistics

Zu den am häufigsten genutzten Logistik-Modulen im SAP ERP gehören das Modul Materialwirtschaft (ein Warenwirtschaftssystem für die Planung und Steuerung von Materialflüssen) und das Vertriebsmodul. Darüber hinaus stehen beispielsweise Module zur Produktionsplanung und -steuerung, zum Qualitätsmanagement oder zu Instandhaltung, Lagerverwaltung, Versand & Transport oder zum Lieferantenmanagement zur Verfügung.

SAP ERP Human Capital Management

Die wichtigsten Module im Bereich Personalwesen umfassen das Personalmanagement, die Personalbeschaffung und -entwicklung, aber auch Zeiterfassung, Fortbildungsplanung und die Abrechnung von Personalkosten.

Weitere SAP ERP Module

Neben den bereits genannten bietet SAP ERP weitere Module, die für spezielle Anwendungsfälle gedacht sind:

  • Das Modul Supply-Chain-Management ermöglicht die Steuerung von Material-, Finanz- und Informationsflüssen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Angefangen vom Lieferanten bis hin zum Kunden lässt sich so eine unternehmensübergreifende Koordination aller Beteiligten realisieren.
  • Anwendungsübergreifende Module wie Arbeitsablauf, Data Warehouse, Customer Relationship Management oder Enterprise Content Management stellen weitere nützliche Tools zur Verfügung, die ebenfalls an das ERP-System angebunden sind.
  • Technische Module, etwa Netweaver, Solution Manager, Enterprise Portal oder Fiori, sorgen dafür, dass die Nutzer sich möglichst einfach und intuitiv im ERP-System bewegen können.
  • Verfügbar ist ebenfalls eine Reihe von Branchenlösungen, z. B. für Autobauer und Zulieferer, Gesundheitswesen, Medien, Einzelhandel, Öffentliche Hand, Telekommunikation, Versorgungsunternehmen, Immobilien- und Versicherungswirtschaft.
  • Spezielle ERP-Module, etwa SAP Sports One (Taktik-Analysen in Echtzeit, z. B. im Fußball) oder SAP Entertainment (intelligente Analysen von Nutzerverhalten, z. B. auf Websites).

Betriebsmodelle für die SAP ERP-Software

Bei der Einführung eines ERP-Systems können SAP-Kunden zwischen drei Betriebsmodellen wählen: On-Premises, Cloud oder ein Hybridmodell. Jede Option hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile.

  • On-Premises-ERP: Das Unternehmen betreibt das ERP-System im eigenen Rechenzentrum. Das gewährt dem Unternehmen maximale Kontrolle und einen uneingeschränkten Zugriff auf alle Daten. Allerdings trägt das Unternehmen auch die Verantwortung und die Kosten für das Rechenzentrum und es übernimmt alle Aktualisierungen.
  • ERP in der Cloud: Das Unternehmen betreibt das ERP-System nicht selbst, sondern nutzt eine Plattform, die in einem externen Rechenzentrum läuft. SAP kümmert sich um die Sicherheit aller Daten sowie um die Wartung und Pflege der Anwendungen. Der Kunde hat in der Cloud-Version immer Zugriff auf die neueste Programmversion und zahlt nur für Bestandteile, die er braucht.
  • Hybrides ERP-System: Das Unternehmen betreibt einige Anwendungen des ERP-Systems im eigenen Rechenzentrum, andere Bestandteile werden über eine Cloud-Plattform zur Verfügung gestellt. Die Hybridvariante, auch 2-Schichten- oder 2-Tier-Modell genannt, kombiniert die Vorteile von reinen On-Premises- und reinen Cloud-Modellen: starke Kontrolle bei hoher Flexibilität.

Die Zukunft des ERP: SAP S/4HANA

Mit S/4HANA hat SAP die nächste Generation von ERP-Systemen entwickelt. Die vernetzte ERP-Lösung, die auf der In-Memory-Datenbank SAP HANA basiert, erlaubt es Unternehmen, eine Vielzahl von Geschäftsprozessen zu automatisieren und schnellere Entscheidungen anhand von Embedded Analytics zu treffen. Die Next-Generation-Plattform setzt dabei auf die intelligente Verknüpfung aller Daten und auf Maschinelles Lernen, sodass das Unternehmen mit der ERP-Software von SAP einen „digitalen Kern“ erhält. Dieser schafft die Grundlage für ein intelligenteres Unternehmen – ein Unternehmen, das Kunden besser zufriedenstellt, angemessener auf Herausforderungen reagiert und innovative Geschäftsprozesse schneller einführt.

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