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SAP IBP vs. SAP APO

Vergleich zweier SCM-Planungssysteme

Für die Planung Ihrer Supply Chain bietet SAP aktuell zwei Systeme an. Bekannt und erfolgreich: Seit Jahren ist SAP Advanced Planning and Optimization – kurz SAP APO genannt – bei vielen Kunden im Einsatz. Im Zuge der technischen Neuerungen (SAP HANA Plattform) und dem Bedarf nach Cloud Lösungen ist in den letzten Jahren ein neues leistungsstarkes Tool für die Planung entstanden, welches die erprobten Funktionen des APO aufgreift und um eine Vielzahl neuer Möglichkeiten bereichert: SAP Integrated Business Planning – kurz SAP IBP. Mit Funktionalitäten wie z.B. der Integration von Finanzkennzahlen, Optimierung des Forecasts im Kurzfristhorizont (Demand Sensing), S&OP, hoher Performance, vielfältigen Simulationsmöglichkeiten, konfigurierbarer Dashboards und Echtzeitvisualisierung revolutioniert SAP IBP nicht nur die Arbeit der Planer, sondern bindet darüber hinaus weitere einflussreiche Stakeholder in den Planungsprozess mit ein.

Wir stellen Ihnen nachfolgend beide Tools vor. Schauen Sie sich dazu gerne auch unser Webinar über den Vergleich von SAP IBP vs. SAP APO an.

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SAP Integrated Business Planning (SAP IBP) ist das State-of-the-Art Tool in der SAP Welt für die Planung der Supply Chain.

Neben einer mengenorientierten Planung werden in IBP auch Finanzkennzahlen bei der Planung und Optimierung der Supply Chain berücksichtigt. Mit SAP IBP treffen Sie effiziente Entscheidungen auf Basis von Real-Time Daten für die Supply Chain, von den Lieferanten über die Produktion und das eigene Netzwerk bis hin zu den Endkunden.

Neue Funktionalitäten wie Demand Sensing und Sicherheitsbestandsplanung vervollständigen die Planungsoptionen und der Control Tower stellt den Überblick über die komplette Supply Chain End-to-End sicher.

SAP Advanced Planning and Optimization (SAP APO) ist das bisher am häufigsten eingesetzte logistische Planungstool in der SAP Welt und findet weltweit Anwendung über alle Branchen hinweg. Dabei können mehrere ECC-Systeme gleichzeitig an ein APO-System angebunden werden.

Insbesondere bei sehr großen Supply Chains und komplexen Anforderungen bezüglich Integration und  Planungsumfang – von der Absatzplanung bis zur Transportplanung – ermöglicht die stabile technische Basis zusammen mit den umfangreichen Eingriffsmöglichkeiten über Zusatzprogrammierungen eine verlässliche Implementierung. Von IBP unterscheidet sich APO im Komfort der Benutzeroberfläche und der schwierigeren Integration von Finanzkennzahlen. Nach aktuellem Stand steht das reguläre Wartungsende im Jahr 2025 an.

IBP for Demand and Demand Sensing

IBP for Demand

Demand Planning im SAP IBP for Demand ist das Modul für die umfassende und übergreifende Absatzplanung. Demand Planning basiert auf SAP HANA-Technologie und unterstützt die Anwender mit nutzerfreundlichen Planungs-Frontends und eine exzellente Integration in MS Excel.

Durch neue Prognoseverfahren (ARIMA-Modelle, Gradient Boosting), die Zeitreihenanalyse, der ABC/XYZ-Klassifizierung und die Promotionsanalyse wird der Forecast weitestgehend automatisiert und ermöglicht mit weniger Aufwand bessere Vorhersagen über den Absatz von Produkten. Absatzpläne werden in einem automatisierten und ausnahmebasierten Planungsprozess unter Berücksichtigung von interaktiven/manuellen Planungsmöglichkeiten erstellt.

SAP IBP for Demand bietet mehr Funktionalität als jemals zuvor in SAP APO DP vorhanden war und jedes Quartal bringt weitere Verbesserungen und Funktionserweiterungen. So wird neben der bekannten klassischen Absatzplanung für die mittel- bis langfristige Prognose mit der Funktion Demand Sensing die vorhandene Prognose auf Basis von aktuellsten Absatzdaten und Erkennung von Mustern tagesgenau für den Kurzfristhorizont optimiert.

IBP for Response & Supply

Das auftragsbasierte SAP IBP for Response & Supply ist der Nachfolger von SAP APO SNP. Mit den Heuristik- und Optimierer-basierten Lösungsmethoden gleichen Sie Forecast, Aufträge und Zielbestände über alle Fertigungsstufen ab. Durch die neuen Möglichkeiten zur Simulation von Umterminierungen und Kontingentierung analysieren Ihre Planer kritische Engpasssituationen und können erheblich schneller reagieren.

Das benutzerfreundliche User Interface beschleunigt zusammen mit der darunter liegenden HANA-Architektur den Planungsprozess merklich und die gewonnene Zeit kann in eine verbesserte Planung investiert werden.

Die Ergebnisse werden anschließend mit SAP IBP for S&OP in den übergreifenden Planungsprozess eingebunden und stehen auch direkt für advanced available-to-promise (aATP) oder der erweiterten Planung im S/4HANA zur Verfügung.

Auch dieses Modul wird quartalsweise funktional erweitert und verbessert.

IBP for Supply & Response
IBP for S&OP

IBP for Sales & Operations Planning 

Mit SAP IBP for S&OP maximieren Sie Ihr Geschäftsergebnis durch kooperative Entscheidungen entlang der Supply Chain. Die Vertriebs- und Betriebspläne werden dabei gemäß Ihrer Unternehmensstrategie und -ziele wie Umsatzwachstum, Marktanteil, Deckungsbeitrag gegeneinander abgeglichen, ausbalanciert und optimiert.

SAP IBP for S&OP liefert einen machbaren Plan über alle Abteilungen und Bereiche hinweg. Zur Ermittlung des S&OP Plans werden Absatzplan, Bestand, Mindesthaltbarkeitsdaten (shelf life), Beschaffungsplan und Produktionskapazitäten konsolidiert und in Einklang gebracht. Als Ergebnis werden die Auswirkungen auf Produktmix, Inventar, Servicelevel und Rentabilität dargestellt.

Durch einen benutzerfreundlichen Zugang über das MS Excel Front End sowie die grafisch aufbereiteten Fiori-Analysen und Dashboards können sowohl Planer als auch Verantwortliche den S&OP Plan im Detail begutachten.

Das im SAP IBP for S&OP enthaltene Prozessmanagement ermöglicht eine starke Kontrolle und Steuerung der Planungsprozesse. Nach Definition aller Schritte, Aufgaben, Termine und Verantwortlicher kann der Prozessablauf automatisiert werden. So lassen sich je Prozessschritt oder Prozessmeilenstein automatisch Berechtigungen im Planungsprozess ändern, Operatoren ausführen oder Personen benachrichtigen. Über Gantt-Charts wird der Prozessfortschritt analysiert. So lassen sich Prozessveränderungen, wie beispielweise eine längere Laufzeit in der Absatzprognose, schnell identifizieren und die Auswirkungen auf die Folgeprozesse abschätzen.

Durch What-If-Simulationen analysieren, bewerten und vergleichen Sie interaktiv und in kürzester Zeit unterschiedliche Planungsansätze, -szenarien und deren Ergebnisse. SAP HANA garantiert dabei die schnelle Berechnung der Auswirkungen selbst bei komplexen Planänderungen, z. B. die sofortige Aktualisierung der Kapazitätsauslastung nach Änderungen der Bedarfsplanung.

IBP for Inventory

SAP IBP for Inventory unterstützt die Optimierung der Bestände bei Berücksichtigung der gewünschten Service Level, indem die relevanten Faktoren der Angebots- und Nachfrageseite in Einklang gebracht werden.

Auf der Angebotsseite werden zum Beispiel Lieferantenzuverlässigkeit, Losgrößen und weitere Beschaffungsdetails berücksichtigt, während auf der Nachfrageseite unter anderem geplante Service Level und strukturelle Forecast Abweichungen und Saisonalitäten einbezogen werden.

Die Berechnungen erfolgen simultan für die gesamte Supply Chain und unterstützen insbesondere die Bestandsoptimierung in komplexen Netzwerken.

Die daraus resultierenden Bestandsvorgaben führen in den nachfolgenden Planungsschritten – zum Beispiel in SAP IBP for Response & Supply – zu minimierten Lager- und Produktionskosten. Außerdem wird mit Hilfe der bedarfsgesteuerten Materialbedarfsplanung (DDMRP – Demand Driven Material Requirements Planning) der Wechsel von Push auf Pull möglich!

IBP for Inventory
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Supply Chain Control Tower

Mit dem Supply Chain Control Tower analysieren Sie Ihre End-to-End Prozesse und überwachen die Performance und Profitabilität Ihrer Supply Chain in Echtzeit. Durch die globale Transparenz, auch über Daten mehrerer Systeme hinweg, erkennen Sie mit Hilfe eines flexiblen Alert Managements rechtzeitig potentielle Probleme in der Zukunft.

Moderne Machine Learning Algorithmen erkennen ungewöhnliche Situationen, ohne vorher ein komplexes Regelwerk definieren zu müssen. Um die Entwicklung einer Situation zu verfolgen oder die Effektivität getroffener Maßnahmen zu analysieren und zu dokumentieren, kann das Case Management genutzt werden. Über den zusätzlichen Einsatz der Kollaborationsplattform SAP JAM ist die kollaborative weitere Bearbeitung der Planungssituation möglich.

Der Supply Chain Control Tower versetzt Sie in die Lage, schnell und frühzeitig zu agieren anstatt nur zu reagieren. Mit der Integration zum ARIBA Supplier Network ermöglicht dieses Modul die agile Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Mit den integrierten KPI’s aus dem SCORE Modell haben sie die Entwicklung aller Aspekte ihrer Supply Chain immer im Blick

Demand Planning SCM

Demand Planning (DP)

SAP Demand Planning ist ein leistungsstarkes und flexibles Instrument zur Unterstützung der Absatzplanung und –prognose in Ihrem Unternehmen. Kundenspezifische Planungslayouts und interaktive Planungsbücher ermöglichen es Ihnen, Ihre Prozesse abzubilden sowie Mitarbeiter anderer Abteilungen und sogar anderer Unternehmen in die Prognoseprozesse einzubinden. Prognosen können auf Basis statistischer, Kausalanalysen- oder gemischter Verfahren erstellt werden.

Die Absatzplanung bietet eine Sammlung statistischer Prognoseverfahren und die Option, mittels eigendefinierter Makros die Planung zu unterstützen. Marketinginformationen tragen in Form von Promotionen zur Verbesserung der Prognose bei. Die Lebenszyklusplanung unterstützt das Ein- und Ausphasen von Produkten und verwendet die Historienwerte früherer Produkte bei der Erstellung der systemgestützten Prognose.

Supply Network Planning (SNP)

SAP Supply Network Planning plant den Produktfluss entlang der Supply Chain mit Hilfe hochentwickelter Optimierungsverfahren. Ausgehend vom Absatzplan und vorhandenen Kundenaufträgen wird der Bedarf innerhalb des gesamten Netzwerkes (von Produktionswerken und Lieferanten über Distributionszentren bis hin zu Kunden) mittels heuristischer und mathematischer Optimierungsmethoden ermittelt und durch entsprechende Beschaffungs- und Umlagerungsvorschläge gedeckt.

Mit der Deployment Funktion können anhand von Kapazitäten und Regeln optimierte Distributionspläne erzeugt werden, wie Bestände an Kunden oder Distributionszentren geliefert oder verteilt werden sollen. Die Funktion TLB (Transport Load Builder) unterstützt bei der optimalen Zusammenstellung von Transporten unter Berücksichtigung der verfügbaren Transportkapazitäten.

Supply Network Planning (SNP)
Production Planning Detailed Scheduling (PPDS)

Production Planning / Detailed Scheduling (PP/DS)

SAP Production Planning and Detailed Scheduling (PP/DS) ist das Modul für die detaillierte Produktions- und Fremdbeschaffungsplanung, inklusive Ressourcenterminierung und Reihenfolgeplanung. PP/DS ermöglicht die Erstellung und Optimierung von Produktions- und Reihenfolgeplänen bei gleichzeitiger Minimierung der Produktionskosten. Mit der mehrstufigen und werksübergreifenden Prüfung der Aufträge sowohl interaktiv als auch im Hintergrund erzeugen Sie einen machbaren Produktionsplan, wobei je nach Bedarf gleichzeitig sowohl gegen Kapazität als auch Komponentenverfügbarkeit verprobt wird. Das System unterstützt Ihre Planung dabei durch die Anzeige von Alerts (Warnmeldungen) und ermöglicht es so dem Planer, sich auf die Abweichungen und Ausreißer zu konzentrieren. Branchenspezifische Anforderungen wie Blockplanung, Kampagnenplanung, Planung mit Haltbarkeiten und Rapid Planning Matrix werden ebenfalls unterstützt.

Global Available To Promise (gATP)

SAP global Available To Promise (gATP) ermöglicht belastbare Aussagen bezüglich Lieferterminen und -mengen bereits bei den Erstellung von Kunden- oder Produktionsaufträgen. Die globale Verfügbarkeitsprüfung wird während der Kundenauftragserfassung im ECC angesteuert und beantwortet Fragen zur Verfügbarkeit in Echtzeit. Außerdem ist die ATP-Prüfung auch innerhalb der Produktionsplanung für die Komponenten möglich. Liefertermine können mit Hilfe komplexer Prüfungsalgorithmen sowie der Kombination verschiedener Prüfungsmethoden ermittelt werden. Diese sind: Regelbasierte Prüfung, Kontingentierung und Substitution von Produkten oder Bezugsquellen. Darüber hinaus können durch die Einbeziehung der Produktionsplanung bei ausreichender Verfügbarkeit von Komponenten und Kapazität auch neue Produktionsaufträge angestoßen werden. Eine systemübergreifende Prüfung ist sogar bei mehreren ECC-Systemen möglich. Das Modul gATP ist integriert mit den anderen APO-Modulen (DP, SNP, PP/DS).

Global Available To Promise (gATP)
Wolfram-Busch

Wolfram Busch

Senior Manager Supply Chain Management

Scheer GmbH
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