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SAP S/4HANA:

Der Simplification Item Check

Der Simplification Item Check ist das zentrale Element einer S/4HANA System Conversion. Dieser überprüft anhand der gesamten Simplification List, was der System Conversion aus technischer Sicht im Weg steht. Er wird automatisch vom System während der System Conversion durchgeführt und stoppt diese, wenn kritische Objekte im Vorfeld nicht gelöst wurden.

Der Simplification Item Check soll auf jeden Fall schon vor der System Conversion manuell durchgeführt werden. Über den Report /SDF/RC_START_CHECK kann man diesen ausführen.

Vorher muss dieser im System implementiert werden. In SAP Note 2502552 findet man eine komplette Anleitung zu allen Aspekten des Checks, u.a.:

Systemvoraussetzungen

TCI Tätigkeiten

Zu implementierende Notes

Ausführen des Simplification Item Checks

Transport based Correction Instructions

Wenn TCI noch nicht in Ihrem SAP ECC System installiert ist, ist dies vorher notwendig. TCI steht für „Transport based Correction Instructions“ und ist ein neuer Kanal für das Einspielen von ABAP-Korrekturen mit SAP Notes. Die notwendigen Informationen sowie ein umfangreiches Cookbook finden Sie in SAP Note 2187425.

Die Aktivierung des TCI erfordert Tätigkeiten Ihrer SAP Basis. Der TCI ist nicht nur für den Simplification Item Check relevant, sondern wird in Zukunft für einen Großteil der SAP Notes verwendet werden.

Implementierung des Simplification Item Checks

Für die Implementierung des Simplification Item Checks inklusive TCI Aktivierung ist mit 1-2 Tagen Aufwand zu rechnen, dies hängt vom Zustand Ihres SAP ECC Systems im Hinblick auf die relevanten SAP Notes ab. Es ist empfehlenswert, den Check auf dem Entwicklungssystem zu aktivieren und im Anschluss bis zum Produktivsystem zu transportieren.

Um die aussagekräftigsten Ergebnisse zu erzielen, sollte man den Simplification Item Check am Produktivsystem durchführen. Übrigens werden alle Mandanten gleichzeitig geprüft.

Sobald der Simplification Item Check im System implementiert ist, kann man den Report aufrufen.

Report

Der Report gibt Auskunft, ob die relevanten SAP Notes aktuell sind. Wenn sie das nicht sind, aktualisieren Sie diese, bevor Sie den Simplification Item Check durchführen.

Man kann jedes verfügbare on-Premise S/4HANA Release im Drop-Down Menü auswählen. Mit jedem neuen Release steigt natürlich die Anzahl der Simplification Items beziehungsweise der Aufwand der System Conversion. Über die entsprechend im Report angeführten SAP Notes werden zusätzliche Releases angeführt, wenn die Simplification List dafür bereits verfügbar ist.

Über die Optionen “New Check in On-line Mode” oder “New Check as Background Job” wird der Simplification Item Check einmalig durchgeführt und kann im Anschluss jederzeit unter der Option “Display Last Check Result” eingesehen werden. Man sollte den Check am besten einmalig durchführen und im Anschluss immer nur anzeigen lassen, denn man hat innerhalb der Ergebnisliste die Möglichkeit, je Zeile Kommentare zu erfassen und Status zu setzen. Sobald man einen neuen Check durchführt, wird das alte Ergebnis überschrieben.

Ausgabe

Die Ausgabe erfolgt in einer Liste, die nach den Items der Simplification List geordnet ist und umfangreiche Informationen über das Item darstellt.

Um zu überprüfen, ob ein Objekt ein Problem aufweist, muss zuerst der Consistency Check für alle Objekte durchgeführt werden. Dieser vergibt zu jedem Objekt eine Farbe, die auf den Umfang und der Bedeutung des Problems schließen lässt.

Empfehlenswert ist die Einbindung der ST03N, also des Workload Monitors. Wenn dieser aktiviert ist, kann der Simplification Item Check automatisch nicht relevante Simplification Items ausschließen. Die ST03N sollte mit ausreichender Vorlaufzeit aktiviert werden, um präzise Ergebnisse zu ermöglichen, also mehrere Monate inklusive Jahresabschluss.

Nach Auswählen eines Eintrags können über die Schaltfläche “Check Consistency Details” alle Details zu dem betroffenen Objekt angezeigt werden.

Hier findet man alle notwendigen Informationen zu dem Objekt, z.B. Fehlerbeschreibung und SAP Notes, die bei der Bearbeitung des Objektes weiterhelfen können.

Nachdem das Objekt bearbeitet und die Fehlermeldung behoben ist, kann man erneut die Schaltfläche „Check Consistency Details“ verwenden, um zu prüfen, ob der Check nun bei dem Objekt erfolgreich ist. Dann wird die System Conversion durch den SUM (Software Update Manager) an dieser Stelle nicht (mehr) abgebrochen.

Man kann den Simplification Item Check jederzeit im SAP ECC System implementieren und frühzeitig mit der Analyse beginnen. Gerade weil man noch Vorarbeiten erledigen muss, wie das Aktivieren des TCI oder das Einspielen von zahlreichen SAP Notes, empfehlen wir das frühzeitige Auseinandersetzen mit dem Simplification Item Check.

Der SAP Readiness Check

Der SAP Readiness Check überprüft ebenfalls das SAP ECC System auf die Simplification Items, aber in geringerem Detailierungsgrad als der Simplification Item Check. Der Readiness Check ermöglicht es, Arbeitspakete bereits lange vor der technischen Umstellung durch den SUM zu definieren, damit diese vor dem System Conversion Projekt abgearbeitet werden können. Der Readiness Check bietet noch weitere Checks, daher ist eine Kombination der beiden Tools sinnvoll.

Zusammen mit dem SAP Readiness Check ist der Simplification Item Check eine gute Kombination und der perfekte Start für die Umstellung auf S/4HANA. Beide Checks sind kostenlos und brauchen nicht viel Zeit, um durchgeführt zu werden. Die Ergebnisse sind wertvoll und helfen auch schon bei der Entscheidung über Greenfield und Brownfield.

Izabela-Baldi

Izabela Baldi

Head of Sales License SAP

Scheer GmbH
Uni-Campus Nord
D-66123 Saarbrücken

T +49 71149098616
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