Digitalisierung der Wertschöpfungskette bei der Südzucker AG

Die Südzucker AG ist eines der führenden Unternehmen in der europäischen Konsumgüterindustrie und der größte Zuckerproduzent Europas. Der Konzern mit rund 19.000 Mitarbeitern besteht aus vier Geschäftsbereichen: Zucker, Spezialitäten, Bioethanol und Frucht.

Herausforderungen:

Die mittlerweile bekannten Herausforderungen der Digitalisierung fordern nicht nur kleine und mittelständische Unternehmen, sondern vor allem auch Großkonzerne wie die Südzucker AG. Denn um Digitalisierungspotenziale initial zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten, ist es zwingend notwendig einen Überblick über die gesamte Prozess- und IT-Landschaft zu gewinnen. Dies stellt bei einem Unternehmen dieser Größe eine wahre Herausforderung dar.

Unsere Lösung:

So galt es während einer groß angelegten Ist-Prozessaufnahme in den Bereichen Instandhaltung, Qualitätsmanagement, Personalwesen und Sekretariat in den zehn deutschen und einigen internationalen Produktionsstandorten folgende Fragen zu klären:

  • Welche Aktivitäten werden in welchem Fachbereich durchgeführt?
  • Welche Systeme werden verwendet und welche Schnittstellen liegen vor?
  • Welche Prozesse stützt mein SAP-System?
  • Wie viele veraltete Papierdokumente, Medienbrüche, Kommunikationsschleifen, Dopplungen und Black-Boxen liegen vor?

Zur Beantwortung dieser Fragen sollte im ersten Schritt die heterogene und historisch gewachsene Prozesslandschaft analysiert werden. Nach langen Monaten und vielen intensiven und äußerst spannenden Workshops konnte die initiale Bestandsaufnahme jedoch erfolgreich abgeschlossen werden.

Diese Prozesse wurden für jeden Bereich in harmonisierten Prozessübersichten modelliert und parallel wurde eine BPM-Kompetenz-Centers etabliert. Dadurch konnten schon vor der Prozessoptimierung durch das Angleichen der Prozesse zwischen den Produktionsstandorten Quick-Wins ermittelt werden. So ist gewährleistet, dass die Prozesse langfristig weiter leben und ein gemeinsames Verständnis der Prozesse von Business und IT herrscht.

In der abschließenden Optimierungsinitiative wurden für die einzelnen Bereiche jeweils eine gemeinsame Soll-Prozesslandschaft mit optimierten Datenflüssen, neuen Systemen und abgegrenzten Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten entwickelt.

Für den Bereich Logistik wurde der Schritt der initialen Prozessaufnahme bewusst ausgelassen. Stattdessen wurde der direkte Ansatz einer zentralen Soll-Prozessdefinition gewählt und über agile Workshops umgesetzt. Unter Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette konnten hier neue und digitale Business Modelle entwickelt und international ausgerollt werden.

Fazit:

Schließlich gewann die Südzucker AG durch diese Initiative einen tiefen Einblick und einen strukturierten Überblick über ihre Prozesslandschaft und kann durch Optimierungsverfahren zukünftige Business Modelle ableiten. Sowohl der Ansatz über die Bestandsaufnahme, als auch die Vorgehensweise über agile Soll-Prozessentwicklung waren hier zielführend, sodass die betrachteten Bereiche entlang der Wertschöpfungskette bereit für punktgenaue Digitalisierungsinitiativen sind.

„Geschäftsprozessoptimierung ist eine Kernkompetenz von Scheer. Dies haben die Berater während des gesamten Projektes gezeigt, von der Zieldefinition über die Umsetzung bis zum Aufbau unseres BPM-Kompetenz-Centers.“

– Andreas Veil, Business Process Development Operations, Südzucker AG

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Eike Sander

Process Expert- Consumer Goods & Retail

Scheer GmbH
Uni-Campus Nord
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